Warum Schach eine einfach geniale BGM Maßnahme ist

Schach als BGM Maßnahme Titelbild

Schach gilt als eines der beliebtesten Spiele der Welt und ist in Deutschland sogar offiziell als Sport anerkannt. Aber Schach ist mehr als eine kurzweilige Freizeitbeschäftigung und kann Unternehmen handfeste Wettbewerbsvorteile bringen.

Wie genau, erfahren Sie in diesem Beitrag, der eine ganze Reihe an Argumenten liefert, warum die Förderung des betrieblichen Schachspielens weit oben auf der Agenda einer modernen Personalabteilung stehen sollte.

Konkret wird im Folgenden gezeigt werden, dass Betriebsschach dazu in der Lage, drei wesentlichen Bestandteilen des Personalmanagements zu Gute zu kommen, nämlich:

Diese drei Aufgabenbereiche sind schon heute von großer Bedeutung und werden weiter an Wichtigkeit zunehmen, je stärker sich die Auswirkungen des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels bemerkbar machen.

Angesichts dieser Entwicklungen erscheint es umso attraktiver, dass es eine Maßnahme gibt, mit der man einen positiven Effekt für alle genannten Bereiche generieren kann.

Besonders gut geeignet ist Schach als BGM Maßnahme. Dies hat zwei Gründe:

  1. Wie gleich im Einzelnen aufgezeigt wird, birgt Schach ein erhebliches Potenzial hinsichtlich der zentralen Ziele eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements.
  2. Andererseits eignet sich das BGM als guter organisatorischer Rahmen, in dem Schachkurse im Unternehmen etabliert werden können.

Unter Betrieblichem Gesundheitsmanagement versteht man dabei die Entwicklung von Strukturen und Prozessen, die die gesundheitsförderliche Gestaltung der Arbeit und des gesamten Unternehmens sowie die Befähigung zum gesundheitsfördernden Verhalten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Ziel haben.

Zu den zentralen Handlungsfeldern des BGM zählen unter anderem:

  • Stress und Gesundheit
  • Burn-out und Bore-out
  • Resilienz
  • Age Management
Schach BGM Seminare

Ziele des Betrieblichen Gesundheitsmanagements

Ziel und Aufgabe des BGM ist es, alle gesundheitsrelevanten Aktivitäten und Einzelmaßnahmen einer Organisation zu einem sinnvollen Ganzen zusammenzuführen. Dabei ist das Schaffen von gesundheitsförderlichen Lebenswelten für die Mitarbeiter von zentraler Bedeutung.

Neben diesem integrierenden Blickwinkel, kann man sich dem Thema BGM aber auch mit Fokus auf die jeweilige Einzelmaßnahme nähern und fragen: Was trägt eine BGM Maßnahme dazu bei, gesundheitsförderndes Mitarbeiterverhalten zu erzeugen bzw. gesundheitsförderliche Lebenswelten zu schaffen?

Die Ziele einzelner BGM Maßnahmen variieren jedoch in Bezug auf die jeweiligen Handlungsfelder. Sie werden daher im Folgenden separat behandelt.

Ziele von BGM Maßnahmen: Stress

Was das Thema Stress angeht, besteht das Hauptziel einer BGM Maßnahme darin, negativen Disstress zu vermeiden und idealerweise in positiven Eustress umzuwandeln.

Disstress begünstigt Krankheit und weitere Probleme und beruht auf Stressoren wie Druck, Konflikten und schlechtem Betriebsklima. Eustress dagegen wirkt gesundheitsförderlich und gipfelt in einem Flow-Erleben, bei dem Menschen vollkommen in ihrem Tun aufgehen, ohne unter- oder überfordert zu sein. Ein Glücksempfinden stellt sich ein.

Werkzeuge eines solchen Stressmanagements sind unter anderem Entspannungsmethoden wie Meditation sowie ein gutes Zeitmanagement.

Betriebliches Gesundheitsmanagement Maßnahmen

Ziele von BGM Maßnahmen: Burn-out und Bore-out

Vereinfacht gesagt entsteht Burn-out durch ständigen Zeit- und Leistungsdruck, während Bore-out auf Unterforderung, Langeweile und Desinteresse fußt.

Entsprechend bauen Burn-out-Gegenmaßnahmen eines Unternehmens begünstigende Faktoren wie Effizienzsteigerungen und ständige Erreichbarkeit ab.

Beim Thema Bore-out muss es dagegen um BGM Maßnahmen gehen, die den Mitarbeiter intellektuell herausfordern, seiner Arbeit Sinn geben und die emotionale Bindung zum Betrieb zu erhöhen.

Ziele von BGM Maßnahmen: Resilienz

Der Begriff Resilienz bezeichnet allgemein die Fähigkeit des Menschen, außergewöhnliche Anforderungen und schwierige Situationen ohne negative Folgen für die psychische Gesundheit zu bewältigen. Dabei wirken die sieben Schutzfaktoren:

  • Optimismus
  • Akzeptanz
  • Lösungsorientierung
  • emotionales Selbstmanagement
  • Verantwortung übernehmen
  • Beziehungen gestalten
  • Zukunft gestalten

Die ersten drei Faktoren zählen dabei zu den Grundüberzeugungen, während die übrigen als Schlüsselfähigkeiten aufzufassen sind. Die Etablierung dieser Grundüberzeugungen sowie der Erwerb und Ausbau der Schlüsselfähigkeiten stellen die zentralen Ziele einer auf Resilienz ausgerichteten BGM Maßnahme dar.

BGM Maßnahme Resilienz

Ziele von BGM Maßnahmen: Age Management

Das durch den demografischen Wandel stark in den Fokus gerückte Thema Age Management zielt darauf ab, die Beschäftigten so lange wie möglich im Arbeitsprozess zu halten.

Dabei spielt präventive Gesundheitserhaltung eine wichtige Rolle bei diesbezüglichen BGM Maßnahmen, sowohl was körperliche, als auch geistige Leistungsfähigkeit angeht.

Schach und Betriebliches Gesundheitsmanagement

Zur Erreichung der gerade geschilderten Ziele von BGM Maßnahmen kann betriebliches Schachspielen in den einzelnen Handlungsfeldern wie folgt beitragen:

Schach und Stress

Schach als BGM Maßnahme ist eine Beschäftigung, die Disstress in Eustress umwandeln kann. Denn am Schachbrett kann man den Druck und die Konflikte des Alltags vergessen, indem man gedanklich ganz in die Welt der Figuren eintaucht und alles andere ausblendet.

Dabei sind Flow-Zustände, gerade bei geübteren Spielern, keine Seltenheit. Oft spielen diese über mehrere Stunden hinweg und fragen sich danach, wie die Zeit so schnell vergehen konnte. Schach kann daher durchaus als eine Art Meditation angesehen werden.

Doch das Flow-Erleben ist nicht nur erfahrenen Spielern vorbehalten: Sofern sich Spieler mit in etwa gleicher Spielstärke, unabhängig wie hoch diese ist, gegenübersitzen, können beide ohne Unter- oder Überforderung vollkommen in ihrem Tun aufgehen und ein Glücksempfinden haben. Schach dient damit als Anti-Stress-Entspannungsmethode.

BGM Maßnahme Entspannung

Außerdem kann durch Schach als BGM Maßnahme auch die Zeitmanagement-Kompetenz erhöht werden. Spielt man mit einer sogenannten Schachuhr, die die für die Partie zur Verfügung stehende Zeit pro Spieler vorgibt und misst, übt man spielerisch auch die sinnvolle Zeiteinteilung pro Teilzug bzw. Teilaufgabe.

Hinsichtlich des Einsatzes von Schach als Instrument des Stressmanagements muss beachtet werden, dass das Spiel an sich auf einem Konflikt, dem Ringen um den Sieg, beruht und damit auch einen potentiellen Stressor aufweist.

Diesem Umstand muss bei der konkreten Ausgestaltung der BGM Maßnahme Rechnung getragen werden. Richtig eingesetzt, fördert das Betriebsschach aber keine realen Disstress-Konflikte, sondern trägt im Gegenteil zu einer Verbesserung des Betriebsklimas bei.

Schach und Bore-out

Beim Thema Burn-out kann Schach nicht als relevante BGM Maßnahme angesehen werden. Was aber das Handlungsfeld Bore-out angeht, liegt es auf der Hand, dass Schach durch die intellektuelle Herausforderung, die es bietet, dem Unterforderungs-Empfinden des Mitarbeiters entgegenwirkt.

Dies bedeutet aber natürlich nicht zwingend, dass sich das in der BGM Maßnahme generierte positive Empfinden auf die eigentliche Arbeit des Mitarbeiters überträgt. Hier sind ergänzende Maßnahmen erforderlich, auch weil das Bore-out-Problem neben dem Aspekt der Unterforderung auf die Faktoren Desinteresse und Langeweile zurückzuführen ist.

BGM Maßnahme gegen Bore-out

Als Schritt in die richtige Richtung kann Betriebsschach allerdings allemal angesehen werden, zumal es auch den Faktor Desinteresse positiv beeinflussen kann.

Denn Desinteresse resultiert häufig aus einer mangelhaften Identifikation mit dem Unternehmen und eine als den eigenen Bedürfnissen zuträglich wahrgenommene Betriebsschach-Maßnahme erhöht in aller Regel auch die emotionale Bindung zum Arbeitgeber.

Schach und Resilienz

Hinsichtlich des Ziels, Resilienz in der Belegschaft aufzubauen, lässt sich feststellen, dass eine BGM Maßnahme, in der Schach gespielt wird, zur Stärkung aller sieben Schutzfaktoren beitragen kann.

Grundsätzlich fördert Schach Optimismus, denn ohne die Überzeugung, ein Spiel zumindest theoretisch gewinnen zu können, widmet man sich in der Regel nicht dem Schachspielen.

Diese Überzeugung steigt mit zunehmender Spielstärke an, wobei es aber auch hier entscheidend darauf ankommt, dass die Spielpartner in etwa die gleichen Fähigkeiten haben, denn ein allzu großes Ungleichgewicht und ein als übermächtig wahrgenommener Gegner ist der Ausbildung von Optimismus eher abträglich.

Akzeptanz fördert das Schachspiel zunächst durch die verbindlichen Regeln, die eingehalten werden müssen, auch wenn einem dies in einer bestimmten Situation zum Nachteil gereicht. Ebenso lehrt eine Schach BGM Maßnahme, Rückschläge (bspw. in Form von Materialverlust) zu akzeptieren und das Spiel deshalb nicht gleich als verloren anzusehen, sondern nach neuen Wegen zu suchen, die dennoch zum Erfolg führen.

Hier zeigt sich, dass Schach auch der dritten Resilienz-Grundüberzeugung zu Gute kommt, denn in nahezu jeder Stellung kommt es auf lösungsorientiertes Denken an, um mit Problemen, wie eben bspw. Materialrückstand, konstruktiv umzugehen und sich so zu verhalten, dass es dem eigenen Vorteil dient.

Gründe für Schach als BGM Seminar

Dabei schult die BGM Maßnahme auch das emotionale Selbstmanagement, indem man lernt, sich durch einen Rückschlag eben nicht zu irrationalem Handeln verleiten zu lassen, das in der Regel zu weiteren Nachteilen führt, sondern kühlen Kopf zu bewahren und die Emotionen in die richtige Bahn zu lenken.

Dies hat auch etwas damit zu tun, Verantwortung für die eigenen Fehler zu übernehmen, nicht den Kopf in den Sand zu stecken und insgesamt der eigenen Verantwortung, die Zukunft (des Spiels) zu gestalten, gerecht zu werden. Zudem wohnen Schach auch latente Züge einer Beziehungsgestaltung zum jeweiligen Gegner inne, der gleichzeitig immer auch (Spiel-) Partner ist.

Darüber hinaus lernt man in einer Schach BGM Maßnahme, sich seiner individuellen Stärken bewusst zu werden und Strategien zu entwickeln, diese möglichst fokussiert und gewinnbringend einzusetzen.

Schach und Age Management

Schließlich leisten BGM Maßnahmen, in denen Schach gelehrt wird, auch einen Beitrag zum Thema Age Management. Gerade was die präventive Erhaltung der geistigen Leistungsfähigkeit der Beschäftigten angeht, trainiert Schach sowohl Gedächtnis als auch Konzentration.

Da es bei dem Spiel darauf ankommt, sich bestimmte Muster sowie teilweise sehr lange Standard-Zugfolgen einzuprägen und immer wieder abzurufen, wird die individuelle Merkfähigkeit erhöht. Darüber hinaus hat eine Studie aus den USA herausgefunden, dass regelmäßiges Schachspielen (oder ähnliche geistige Aktivitäten) womöglich sogar präventiv gegen Demenz wirkt.

BGM Maßnahme Age Management

Zudem arbeitet man als regelmäßiger Schachspieler auch an einer ganzen Reihe geistiger Fertigkeiten, die letztlich auf der eigenen Konzentrationskraft basieren. Man trainiert nicht nur, sich längere Zeit gedanklich intensiv mit einer Sache zu beschäftigen, sondern verbessert auch seine allgemeine Wahrnehmungsfähigkeit und die Aufmerksamkeit für Details.

Durch die Notwendigkeit des genauen Durchdenkens jeder möglichen Spielvariante, die Schach mit sich bringt, können durch eine solche BGM Maßnahme eine gründlichere Arbeitsweise und eine Reduktion von Flüchtigkeitsfehlern, auch in fortgeschrittenem Alter.

Schach und Personalentwicklung

Auch einer weiteren, immer wichtiger werdenden Aufgabe des Personalmanagements können Schachkurse zugute kommen: der Personalentwicklung.

Für tiefergehende Informationen zu diesem Thema empfehle ich Ihnen meine Beitrag 7 ERSTAUNLICHE GRÜNDE, WARUM SCHACH IHRE PERSONALENTWICKLUNGSMASSNAHMEN WIRKLICH BESSER MACHT.

Ziele von Personalentwicklung

Personalentwicklung soll beruflich relevante Kompetenzen fördern, die zur Verwirklichung strategischer Organisationsziele benötigt werden. Entsprechende Maßnahmen setzen an der Qualifikation der Mitarbeiter an und versuchen, diese in für das Unternehmen relevanter Form zu fördern.

Darüber hinaus steht auch der Kompetenzbegriff im Zentrum von Personalentwicklungsmaßnahmen, wobei Kompetenz als die Fähigkeit einer Person verstanden wird, Anforderungen in bestimmten Bereichen aufgrund von Erfahrung, Können und Wissen zu erfüllen.

Das bekannte Kompetenzmodell von Michael Gessler unterscheidet zwischen der fachlichen, der überfachlichen und der methodischen Kompetenz.

Schach BGM Personalentwicklung

Während die Fachkompetenz direkt an die einzelne Aufgaben der jeweiligen Stelle gebunden ist, können die beiden anderen Kompetenzformen auch durch Maßnahmen verbessert werden, bei denen der Mitarbeiter andere Tätigkeiten ausführt als er es in seinem Job tut.

So bezeichnet die Methodenkompetenz die allgemeine Fähigkeit und Bereitschaft zu zielgerichtetem planmäßigem Vorgehen bei der Bearbeitung von Aufgaben und Problemen. Der reflexive Umgang mit verschiedenen zur Verfügung stehenden Methoden, deren situativ-sachgerechte Auswahl sowie deren effizienter und effektiver Einsatz sind ebenfalls wesentliche Eckpfeiler dieser Kompetenz.

Die überfachliche Kompetenz unterteilt sich weiter in die Bereiche personale Kompetenz und Sozialkompetenz.

Die personale Kompetenz umfasst Fähigkeiten und Einstellungen, die der Einzelne benötigt, um sich im Beruf angemessen selbst zu organisieren und zurechtzukommen. Hierzu zählt beispielsweise Selbstreflexion, Entscheidungsfähigkeit und Kreativität.

Sozialkompetenz ist die Fähigkeit eines Menschen, mit anderen Menschen innerhalb und außerhalb des Unternehmens kommunikativ und partnerschaftlich zusammenzuarbeiten. Sie umfasst u.a. Konfliktfähigkeit, Kontaktstärke und Empathie.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass das Ziel von Personalentwicklungsmaßnahmen darin besteht, die Qualifikation und die Kompetenz der Mitarbeiter in allen relevanten Facetten zu steigern.

Externes Personalmarketing Maßnahmen

Schach und Personalentwicklung

Schachkurse als Instrument der Personalentwicklung vermitteln grundlegende Fähigkeiten, die für das Unternehmen relevante Ziele unterstützen können.

So besteht für die durch Schach vermittelte Fähigkeiten zum routinierten Umgang mit bestimmten (Arbeits-) Mustern sowie zu logisch-schlussfolgerndem Denken ein enormes Anwendungspotenzial bei vielen Arbeiten im Unternehmen, wodurch Schachkurse letzten Endes in einer Leistungs- und Ergebnissteigerung resultieren.

Außerdem schult Schach die analytischen und konzeptionellen Fähigkeiten, die abseits des Schachbretts einen konkreten praktischen Nutzen dadurch bringen, dass sie Planungsvermögen, Weitblick und ganzheitliches Denken unterstützen.

Übung im Schach unterstützt auch die universale Methodenkompetenz, weil es sowohl im Spiel, als auch bei vielen Jobs auf zielgerichtetes planmäßiges Vorgehen bei der Bearbeitung von Aufgaben und Problemen ankommt.

Personale Kompetenzen, die durch Schachspielen trainiert werden und relevante Unternehmensziele unterstützen, sind Selbstreflexion, Risikobereitschaft, Zielsetzungs- und Entscheidungsfähigkeit sowie Kreativität und Innovationsfähigkeit.

Als Schachspieler eignet man sich nämlich eine gewisse Selbstbeherrschung an und lernt, geplante Vorhaben umfassend auf mögliche negative Konsequenzen zu überprüfen. Zudem ist es für erfolgreiches Spielen unerlässlich, sich selbst konkrete Teilziele zu setzen, ständig situationsbedingte Anpassungsentscheidungen vorzunehmen und dabei abzuwägen, wie viel Risiko man einzugehen bereit ist.

Schach als BGM Maßnahme

Aber auch schöpferisch-kreatives Denken spielt in Form des Findens möglicher Lösungswege eine ähnlich zentrale Rolle beim Schachspielen wie logisches Denken.

Was soziale Kompetenzen angeht, die durch Schach trainiert werden, ist festzustellen, dass sich der Schachspieler rational und emotional in seinen Gegner hineinversetzen muss, um dessen Beweggründe und Absichten zu erkennen. So begünstigt das Spiel ungemein die Ausbildung von Empathie.

Außerdem kamen Studien zu dem Ergebnis, dass Schach sowohl das Lese-Verständnis, als auch die Sprachfähigkeit steigert und somit wesentlich zur Verbesserung kommunikativer Kompetenzen beitragen kann. Durch die sportlich-agonale Komponente des Schachs sind darüber hinaus positive Wirkungen auf die Konfliktfähigkeit zu vermuten.

Wie zuvor erwähnt, finden Sie eine detailliertere Übersicht zum Thema Schach und Personalentwicklung in meinem Beitrag 7 ERSTAUNLICHE GRÜNDE, WARUM SCHACH IHRE PERSONALENTWICKLUNGSMASSNAHMEN WIRKLICH BESSER MACHT.

Schach und Personalmarketing

Auch das Thema Personalmarketing rückt durch den Fachkräftemangel immer weiter in den Fokus vieler Personalabteilungen.

Mit Personalmarketing ist damit eine Strategie gemeint, die alle Aktivitäten an den Bedürfnissen und Erwartungen der Zielgruppen ausrichtet, um den Personalbedarf des Unternehmens zu decken.

Für tiefergehende Informationen zu diesem Thema empfehle ich Ihnen meine Beitrag 4 GRÜNDE, WARUM SIE IHRE PERSONALMARKETING MASSNAHMEN UM SCHACHKURSE ERGÄNZEN SOLLTEN.

Ziele von Personalmarketing

Die Deckung des Personalbedarfs ist das große Ziel des Personalmarketings. Hierbei kommt es auf zwei Facetten an:

  • die nach außen gerichtete Perspektive der Personalgewinnung
  • der nach innen gerichtete Aspekt der Mitarbeiterbindung

Konkrete externe Personalmarketing Ziele sind die Steigerung der Bekanntheit und die Wahrnehmung als attraktiver Arbeitgeber.

Interne Personalmarketing Ziele konzentrieren sich auf eine Verbesserung der Motivation und Zusammenarbeit der Mitarbeiter sowie auf eine Steigerung der Weiterempfehlung als Arbeitgeber durch die Beschäftigten.

Schach BGM Wir Gefühl

Hierbei spielt besonders die Stärkung des Wir-Gefühls eine zentrale Rolle, die der Tenor aller internen Personalmarketing Maßnahmen sein sollte.

Klassische Instrumente hierbei sind Betriebsausflüge und -feste sowie die Förderung gemeinsamer Freizeitaktivitäten der Mitarbeiter durch finanzielle Beteiligungen oder Anrechnung als Arbeitszeit.

Schach und Personalmarketing

Betriebsschach kann in erster Linie internen Personalmarketing Zielen zu Gute kommen. Interne Personalmarketing Maßnahmen haben aber immer auch eine externe Dimension, da sie Kommunikationsgegenstände liefern, die vom externen Personalmarketing aufgegriffen werden können.

Stimmt die Kommunikation, kann zum Beispiel ein hervorragendes Wir-Gefühl als Ergebnis von gutem internen Personalmarketing auch die Wahrnehmung als attraktiver Arbeitgeber steigern.

Schachkurse sind dazu in der Lage, die Bereitschaft der Mitarbeiter zu steigern, das Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber weiterzuempfehlen. Dies liegt zunächst, wie bei jeder anderen Maßnahme, daran, dass die Mitarbeiter mit einem gut gemachten Kurs zufrieden sind und diese Zufriedenheit auf den Arbeitsgeber übertragen.

Über jede beliebige andere Maßnahme hinaus, bewirkt Betriebsschach durch seine soziale Struktur, den spielerischen Charakter und die agonale Dimension aber einen gesteigerten Weiterempfehlungs-Effekt.

Dieser soziale, gesellige Aspekt von Schachkursen trägt auch entscheidend dazu bei, das Wir-Gefühl der teilnehmenden Belegschaft zu steigern – untereinander, aber auch in Bezug auf das ganze Unternehmen. In der Konsequenz wird so auch die Bindung der Teilnehmenden an ihren Arbeitgeber erhöht.

Wie zuvor erwähnt, finden Sie eine detailliertere Übersicht zum Thema Schach und Personalmarketing in meinem Beitrag 4 GRÜNDE, WARUM SIE IHRE PERSONALMARKETING MASSNAHMEN UM SCHACHKURSE ERGÄNZEN SOLLTEN.

Personalentwicklungsmaßnahmen Schach

Fazit und Next Steps

Schachspielen aktiviert beide Gehirnhälften und unterstützt aktiv die Verbesserung einer ganzen Reihe kognitiver Fähigkeiten. Regelmäßig praktiziert, wirkt Schach ebenso gesundheitsfördernd wie leistungssteigernd.

Es macht aber auch Spaß und fördert das soziale Miteinander, weshalb es eine geradezu ideale BGM Maßnahme ist.

Begreift man das Spiel als fortwährenden Problemlösungsprozess, bei dem neben logisch-schlussfolgerndem auch kreativ-schöpferisches Denken eine zentrale Rolle spielt, erkennt man leicht, wie die beim Schach erlernten und trainierten Denkmethoden auch der täglichen Arbeit zu Gute kommen werden.

Neben den ureigenen Zielen des betrieblichen Gesundheitsmanagements unterstützt Schach aber auch die Personalentwicklung und das Personalmarketing.

Die neun wichtigsten Gründe für Schach als BGM Maßnahme zeigt diese Infografik:

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Es bietet sich an, Schachkurse als BGM Maßnahme zu konzipieren, um die innerbetrieblichen Organisationsstrukturen zu nutzen, die das Betriebliche Gesundheitsmanagement bereit hält. Den positiven Effekten des Schachs für Personalentwicklung und Personalmarketing tut dies keinen Abbruch, sofern beide Bereiche in die Konzeption mit einbezogen werden.

Bei der Einführung von Schach als BGM Maßnahme müssen immer individuelle Besonderheiten einzelner Unternehmen berücksichtigt werden, weshalb es kein Musterkonzept gibt, wie Schachkurse auf den Weg gebracht und fortlaufend begleitet werden können.

Sollte Sie nach dem Lesen dieses Beitrags aber Interesse daran haben, Schach in Ihrem Unternehmen zu etablieren, und sich fragen, wie konkrete Next Steps aussehen könnten, lade ich Sie herzlich dazu ein, mit mir in Kontakt zu treten und ein unverbindliches und kostenloses Beratungsgespräch zu vereinbaren.

Gerne berate ich Sie im Hinblick auf die besten nächsten Schritte, wie Sie Schach auf eine Art und Weise als BGM Maßnahme nutzen, die Ihren individuellen Anforderungen und Zielen bestmöglich entspricht.

Falls Sie sich zunächst genauer über die Vorteile von Schach für Personalentwicklung und Personalmarketing informieren möchten, klicken Sie einfach auf die entsprechenden Links.

Ich würde mich sehr freuen, bald von Ihnen zu hören und mit Ihnen gemeinsam das große Potenzial zu nutzen, das in Schach als BGM Maßnahme schlummert. Zögern Sie nicht, mit mir Kontakt aufzunehmen!

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Quellen

Bei der Erstellung dieses Beitrags habe ich mich auf folgende wissenschaftliche Untersuchungen zu den Vorteilen des Schachspielens sowie zu den Themen BGM, Personalentwicklung und Personalmarketing gestützt:

Literatur zu Schach als BGM Maßnahme

Literatur zum Thema BGM allgemein

  • Badura, B.; Walter, U.; Hehlmann, T. (2010): Betriebliche Gesundheitspolitik.
  • Vössing, H. (2014): Chefsache Gesundheit.
  • Wicher, U. (2019): Grundlagen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Literatur zum Thema Personalentwicklung

  • Hoffmann, E. (2018): Personalentwicklung.
  • Solga, M.; Ryschka, J.; Mattenklott, A. (2010): Personalentwicklung: Gegenstand, Prozessmodell, Erfolgsfaktoren, in: Ryschka, J.; Solga, M.; Mattenklott, A. (Hrsg.): Praxishandbuch Personalentwicklung.
  • von der Oelsnitz, D. (2019): Personalführung.

Literatur zum Thema Personalmarketing

  • Döring, S. (2016): Personalmarketing.
  • Polomski, S. (2005): Mehr als Marke, Employer Branding, in: Gaiser, B.; Linxweiler, R.; Brucker, V.: Praxisorientierte Markenführung: Neue Strategien, innovative Instrumente und aktuelle Fallstudien.